Seit dem 14. Januar 1973 hatte ich einige Gelegenheit, meine Interessen zu entwickeln. Vom Essen (sauberer) Zellstofftücher, der Suche nach Kanten, Stuhl- und Tischgebein und anderen Dingen, an denen ich mich verletzen konnte, und dem Rollschuhfahren hab ich mich mittlerweile ein wenig weg entwickelt.
Photographie.
Mit einer tollen ollen EOS 650 oder der zu bequemen Olympus C-3000. Bei der Digitalkamera drück' ich lieber noch mal drauf – 's ist ja so schön einfach und schnell verfügbar und kostenlos und löschbar. Und bin dann immer wieder froh über die schön schwere EOS, bei der ich ein wenig mehr überlege vorm Auslösen.
Jonglieren.
Viel ist's nicht, aber für drei Keulen oder vier Bälle genügt's.
Einradfahren.
Zehn Tage auf einer stoppeligen Wiese geprobt – und auf einer Straße dann zum ersten Mal gefahren.
Musik.
Mit 9 bei meiner gitarrisierenden Schwester gesessen und mit ihr Uriah Heeps "lady in black" sowie den gesamten Cat Stevens –Sampler "footsteps in the dark" gesungen.
Mit 14 von einem Seminar heimgekehrt mit dem Verlangen nach Jean-Michel Jarres "Oxygéne". Platte gekauft.
Mit 16 eine neue Platte von Jarre schon bis vor die Kasse geschleift – und dann die CD mit zwölf statt neun Tracks und ohne Seitenwechsel-Pause gesehen. Erste CD gekauft.
Mit 17 endlich erfahren, daß das tolle Lied "sunday, bloody sunday" heißt und die Band dazu U2. CDs gekauft.
Seither noch ein wenig dazugelernt.
Computer.
Commodore Plus4 mit Datasette und später auch 5¼"-Diskettenlaufwerk. Nacheinander drei Amiga500 und einen Amiga2000. 1996 der Realität ins Auge geblickt und zu PCs gefahnenflüchtelt. Und beim Film "23" wunderschöne Flashbacks erlebt (C64, Akkustikkoppler, CCC).
WebDesign.
Warum können nicht alle Browser das selbe?
Comics.
"Vater und Sohn" von Erich Ohser (E.O.Plauen) - die "junior" –Apotheken-Heftchen sind schuld daran, dass ich Comics mag.
"V wie Vendetta" von Alan Moore und David Lloyd – politischer Comic.
"Batman – die Rückkehr des dunklen Ritters" von Frank Miller – unpolitisch, nicht mehr so realitätsverleugnend, der Komik entwachsen.
Und lange nach einer vielleicht sieben Jahre dauernden Disney-Phase schreibe ich heute selbstbewußt und ohne Gram: "Snoopy" forever!!! (Charles M. Schultz)